Kanada

Kanada - Wirtschaft

Kanada gehört zu einer der wohlhabendsten Ländern der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt lag in Kanada im Jahr 2008 bei 1.274 Milliarden US-Dollar. Das BIP betrug 2008 38.200 US-Dollar und die Kaufkraftparität lag bei 1.265,838 Milliarden internationalen Dollar.

Kanada ist Mitglied in den Organisationen WTO (Welthandelsorganisation), OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der G8.

In Kanada betrugen die Importe im Jahr 2007 32,8% und die Exporte 36,7% vom Bruttoinlandsprodukt.

Der wichtigste Handelspartner von Kanada sind die USA. So hatten die USA mit 76,4 % einen sehr hohen Anteil an den Exporten und mit 65 % einen ebenso hohen Anteil an den Importen von Kanada. Diese Handelsbeziehung wurde vor allem durch das Kanadisch-Amerikanische Freihandelsabkommen von 1988 bekräftigt. Dieses Abkommen schaffte die Zölle zwischen beiden Ländern ab und führte zu einer markanten Erhöhung des Handelsvolumens und der US-Investitionen in Kanada.

Mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen wurde diese Freihandelszone 1994 auf Mexiko ausgedehnt. Weitere Freihandelsabkommen bestehen mit Costa Rica, Israel, Chile, und der EFTA (Island, Schweiz, Norwegen und Liechtenstein).

Nach Europa, den USA, Japan und China belegt Kanada den fünften Platz in der Statistik des Weltaußenhandels.

In Kanada ist der Außenhandel weitestgehend frei. In wenigen Bereichen sind ausländische Investitionen auf Minderheitsbeteiligung beschränkt.

Kanada verfolgt eine soziale Marktwirtschaft. So wird in Kanada die Volkswirtschaft durch den Dienstleistungssektor dominiert, jedoch spielt der Primärsektor ebenfalls eine sehr große Rolle. Dies ist auf die Ausbeutung und den Reichtum an natürlichen Ressourcen zurückzuführen.

Kanada verfügt über eine reichhaltige Vielfalt an Bodenschätzen. So deckt das Nickel, welches in Kanada abgebaut wird, 20 % des gesamten Weltbedarfs. Nach Saudi-Arabien, verfügt Kanada mit 24 Milliarden Tonnen über die zweitgrößten Erdölreserven der Welt. 10 % des weltweiten Waldbestandes gehören ebenfalls zu Kanada.

Des Weiteren verfügt Kanada über folgende Bodenschätze: Erdgas, Gold, Blei, Eisenerz, Kohle, Zink, Aluminium, Schwefel, Asbest, Kupfer, Kaliumkarbonat und Uran. Kanada ist der führende Produzent von Uran und Zink.

Auf Grund des hohen Erdgas- und Erdölvorkommens vor den Küsten, gehört Kanada zu den wenigen entwickelten Ländern, die sich zu Exportländern von Energie zählen. Aber auch die Wasserkraft und erneuerbare Energiequellen werden in Kanada genutzt.

Die Industrie hat sich besonders im Süden in Ontario und Québec angesiedelt. Die bedeutensten Industriezweige sind die Automobil- und die Luftfahrtindustrie. Die energiefördernde Industrie ist im Großraum Calgary ansässig.

Der Dienstleistungssektor hat mit Abstand die höchste Bedeutung. Allein sieben der zehn größten Unternehmen sind im Versicherungs- und Bankenbereich tätig.

Die Toronto Stock Exchange (TSX) ist Kanadas größte Börse, die drittgrößte Börse in Nordamerika und die sechstgrößte Börse der Welt.

Die Arbeitslosigkeit lag im Oktober 2008 bei 6,2 % und ist im Gegensatz zum September 2007 mit 5,9 %, um 0,3 % gestiegen.

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